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Philipp Reiter, ein Wertheimer Zeitzeuge der Badischen Revolution 1848/49, Vortrag

Philipp Reiter beteiligte sich 1848 am gescheiterten Aufstand Friedrich Heckers und suchte dann Zuflucht im schweizerischen Aarau. 1849 war er in der Revolutionsarmee als Kriegskommissar eingesetzt. In der Festung Rastatt hatte er die bedeutende Funktion eines Proviantmeisters inne. Nach der Kapitulation war er wie viele seiner Leidensgenossen in den Kasematten der Festung eingekerkert. Er wurde schließlich zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Ein Gnadenerlass ermöglichte ihm die Auswanderung nach Nordamerika.
Auskunft über diese Ereignisse geben über 80 Briefe, die der Referent Dieter Zeh eher zufällig in der Universitätsbibliothek Basel entdeckte. Dort erforschte er den Nachlass des aus Wertheim stammenden Musikers und Komponisten Ernst Reiter, dem älteren Bruder Philipp Reiters, an den ein Teil der Briefe gerichtet ist. Diese bisher unveröffentlichten und nicht ausgewerteten Briefe zeichnen – zusammen mit den Gerichtsakten im Generallandesarchiv Karlsruhe – das facettenreiche Portrait einer bisher wenig beachteten Persönlichkeit der Badischen Revolution.
Ein 2020 im Antiquariatshandel aufgetauchter Brief Philipp Reiters vom 3. Mai 2020 gibt dem Vortrag eine zusätzliche Aktualität.

Status: Plätze frei

Kursnr.: AP20101

Beginn: Di., 18.05.2021, 19:30 - 21:00 Uhr

Dauer: 1

Kursort: Staatsarchiv; Archiv

Gebühr: 0,00 € (inkl. MwSt.)

Staatsarchiv; Archiv
Bronnbach 19
97877 Wertheim

Datum
18.05.2021
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Bronnbach 19, Staatsarchiv; Archiv


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